1. FC Union Berlin - F.C. Hansa Rostock

 

Das Gastspiel beim 1.FC Union Berlin war vorerst das letzte Zweitliga-Auswärtsspiel des F.C. Hansa. In einer wechselvollen und sehr torreichen Begegnung vor 18.300 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei verlieren die Rostocker am Ende mit 4:5 (3:3) Toren. Da der Karlsruher SC sein Auswärtsspiel in Aachen mit 0:1 verlor, hätte dem F.C. Hansa bereits ein Unentschieden gereicht, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch mit in das letzte Saisonspiel zu nehmen. Doch so bleibt es bei vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz, die am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth nicht mehr wettgemacht werden können.

Im Vergleich zum Auswärtsspiel beim FC St. Pauli gibt es drei Veränderungen in der Startelf. Für den erkrankten Kevin Pannewitz rückt Stephan Gusche in die Innenverteidigung, während Manfred Starke und Michael Blum zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen und durch Michael Wiemann und Tino Semmer ersetzt werden. Wie schon erfolgreich in München und gegen Düsseldorf praktiziert, treten die Hanseaten auch beim 1.FC Union mit einer offensiv ausgerichteten 4-3-3-Formatiuon an.

Der erste Torschuss der Hanseaten durch Tom Weilandt wird zur Ecke abgefälscht, die durch Tino Semmer von rechts in den Strafraum geschlagen wird. Nach Kopfball von Dominic Peitz können die Unioner das Leder nicht weit genug aus der Gefahrenzone befördern, so dass Matthias Holst an den Ball kommt. Der Innenverteidiger des F.C. Hansa kann schließlich aus rund 22 Metern Entfernung zur Hansa-Führung einschießen. Und nur sieben Minuten später steht es sogar schon 2:0 für den F.C. Hansa. Nach einem Ballverlust der Berliner im Mittelfeld kommt Tino Semmer an den Ball, läuft in Richtung Tor und drückt mangels Anspielstation einfach ab. Sein 30-Meter-Schuss wird noch abgefälscht und schlägt als Bogenlampe im Union-Gehäuse ein.

Mit ihrer ersten Gelegenheit können die Gastgeber auf 1:2 verkürzen. Nach einer Eingabe von links kommt Silvio aus Nahdistanz zum Schuss und Torhüter Jörg Hahnel kann den Ball nicht kontrollieren. Silvio setzt nach und drückt den Ball im Stolpern über die Torlinie. Frohe Kunde für den F.C. Hansa gibt es hingegen aus Duisburg und Aachen, wo Erzgebirge Aue und Karlsruher SC jeweils mit 0:1 im Rückstand liegen. Glück haben die Hanseaten zudem, dass Simon Terodde wenig später freistehend den Ausgleich vergibt (18.).

Doch schon bald haben sich die Fußballgötter wieder gegen den F.C. Hansa verschworen. Dominic Peitz scheidet verletzt aus und nur eine Minute später sieht Schiedsrichter Markus Wingenbach ein Foul, obwohl Sebastian Pelzer den Ball gespielt hat. Den Freistoß von Torsten Mattuschka fälscht Michael Parensen unhaltbar per Kopf zum 2:2 ab. Und als Silvio nach einer Hahnel-Parade über den Rostocker Torhüter fällt, entscheidet der Schiri nach kurzem Zögern auf Elfmeter. Union-Kapitän Torsten Mattuschka lässt sich diese Chance nicht entgehen und trifft mit einem Schuss ins linke obere Eck zum 3:2.

Trotz der drei Gegentore innerhalb von nur elf Minuten reagieren die Hanseaten keineswegs geschockt und erkämpfen sich wenig später den nächsten Eckball. Diesen zirkelt der eingewechselte Michael Blum auf das lange Torraumeck, wo Stephan Gusche am höchsten steigt und zum 3:3 einköpfen kann. Der FC Erzgebirge liegt inzwischen mit 0:2 im Rückstand, doch eine Auer Niederlage hilft den Hanseaten nur bei einem eigenen Sieg. Und zur Pause bleibt es beim 3:3 zwischen dem 1.FC Union und dem F.C. Hansa. Legt man auch die anderen Zwischenständen nach 45 Minuten zugrunde, wäre der F.C. Hansa zwar auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen, könnte bei einem Punkt Rückstand auf Alemannia Aachen sowie drei Punkten zum Karlsruher SC die beiden Mitkonkurrenten um den Relegationsplatz allerdings noch abfangen.

Eineinhalb Minuten nach Wiederbeginn liegen die Hanseaten jedoch wieder im Rückstand. Obwohl er damit keinen Gegenspieler gefährdet, wird Janeckas gestrecktes Bein zum Ball abgepfiffen und fast an der Grundlinie gibt es einen Freistoß für den 1.FC Union. Den spielt Torsten Matuschka in den Rücken der Abwehr, wo Ede einläuft und per Flachschuss zum 4:3 trifft. Doch das verrückte Spiel geht weiter und nur sieben Minuten später gleichen die Hanseaten aus. Einen Schuss von Michael Blum kann Torhüter Glinker nicht festhalten und der nachsetzende Marek Mintal trifft zum 4:4 Ausgleich. Zwar hat Aue inzwischen auf 1:2 verkürzt, doch da es in Aachen weiterhin 1:0 steht, ist die Situation im Tabellenkeller wie zur Pause.

Eine große Gelegenheit, den F.C. Hansa wieder in Führung zu schießen, hat Marek Janecka nach genau einer Stunde. Zentral vor dem Tor schlägt er noch einen Haken, doch sein Schuss unter Bedrängnis geht schließlich über das Berliner Tor. Und als Michael Blum aus rund 20 Metern abzieht, wird sein Schuss noch zur Ecke abgefälscht (65.). Das nächste Tor aber fällt wenig später wieder für die Gastgeber. Aus dem Gewühl heraus rollt der Ball an den rechten Pfosten, wo Daniel Göhlert am schnellsten reagiert und den Ball aus einem Meter Entfernung über die Linie drückt. Auf der Gegenseite hat danach der eingewechselte Manfred Starke zweimal das mögliche 5:5 auf dem Fuß. Doch nach Semmers Flanke von rechts geht sein Direktschuss knapp vorbei (71.) und nach einem Solo von Tom Weilandt, der genau im richtigen Moment nach links ablegt, scheitert Manfred Starke am glänzend reagierenden Torhüter Glinker (73.).

Mit Freddy Borg als frischem Stürmer versucht der F.C. Hansa in der Schlussviertelstunde noch einmal alles, um den Ausgleich zu erzielen, der zunächst reichen würde, da der KSC in Aachen weiter zurückliegt. Doch auch Robert Müllers Fernschuss wird noch zur Ecke abgefälscht (83.), während Freddy Borg aus zentraler Position (85.) scheitert. In der Nachspielzeit hat Marek Mintal noch einmal die Chance, kann einen hohen Ball auf den rechten Pfosten allerdings nicht im Tor unterbringen (90.+1). So bleibt es bei der 4:5 Niederlage, die den Abstieg perfekt macht .


Torfolge: 0:1 Holst (3.), 0:2 Semmer (10.), 1:2 Silvio (17.), 2:2 Parensen (26.), 3:2 Mattuschka (28., Elfmeter), 3:3 Gusche (32.), 4:3 Ede (47.), 4:4 Mintal (54.), 5:4 Göhlert (69.)

F.C. Hansa: Hahnel – Janecka, Holst, Gusche, Pelzer (65.Starke) – Wiemann, Peitz (24. Blum), R.Müller – Weilandt, Mintal, Semmer (76. Borg)

 

 St. Pauli gegen Fc Hansa Rostock

 

Am 32. Spieltag der 2. Bundesliga hat der F.C. Hansa nun auch in der Fremde wieder eine Niederlage kassiert. Vor 22.620 Zuschauern am Hamburger Millerntor verlieren die Rostocker am Ende mit 0:3 gegen den FC St. Pauli haben im Kampf um den Klassenerhalt weiteren Boden eingebüßt. Durch den gleichzeitigen 2:0 Heimsieg des Karlsruher SC über den SC Paderborn beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz jetzt bereits vier Punkte. Und an den letzten beiden Saisonspielen beim 1.FC Union Berlin und zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth sind nur noch sechs Punkte zu vergeben.

Im Vergleich zur Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt hat Trainer Wolfgang Wolf in seiner Mannschaft vier Veränderungen vorgenommen. An Stelle von Michael Wiemann, Edisson Jordanov, Tobias Jänicke und Freddy Borg stehen gegen den FC St. Pauli die Abwehrspieler Matthias Holst und Sebastian Pelzer sowie die Offensivkräfte Manfred Starke und Tom Weilandt neu in der Anfangsformation. Michael Blum rückt aus der Abwehrkette ins Mittelfeld auf und Linksbeiner Manfred Starke agiert bei seiner Startelf-Premiere auf der rechten Außenbahn.
Nach zehn Minuten des Abtastens haben die Gastgeber die erste Torchance nach einer Standardsituation. Einen Freistoß von Carsten Rothenbach verlängert Lasse Sobiech mit dem Kopf, doch Jörg Hahnel kann den Ball um den Pfosten lenken (11.). Eineinhalb Minuten später steht es dennoch 1:0, als sich Marius Ebbers nach einer Kruse-Flanke von rechts gegen Kevin Pannewitz durchsetzt und zur Hamburger Führung trifft. Die erste Ausgleichschance bietet sich nach einer Viertelstunde dann Robert Müller, der nach einem klugen Rückpass von Michael Blum jedoch zu lange mit dem Abschluss zögert und sich dann für ein riskantes Zuspiel auf Tom Weilandt entscheidet.

Mitte der ersten Halbzeit übernehmen die Hanseaten die Initiative und können sich mehrere gute Torchancen herausspielen. Tom Weilandt schickt Marek Janecka über die rechte Seite und dessen Eingabe lenkt St. Pauli-Verteidiger Sebastian Schachten ins Toraus (18.). Den ersten Eckball von Michael Blum nutzt Marek Mintal zu einem scharfen Volleyschuss, den Torhüter Tschauner mit einer Glanzparade abwehren kann. Nach der nächsten Blum-Ecke kommt der Slowake dann aus Nahdistanz zum Schuss, doch diesmal ist es ein Verteidigerbein, das den Ball noch abfälscht (19.). Nach einer Starke-Flanke von links rutscht Marek Mintal der Ball über den Fuß (22.) und nach Mintals Flanke von rechts kommt ein Kopfball von Dominic Peitz gefährlich auf das Hamburger Tor. Doch Philipp Tschauner holt das Leder aus dem Winkel (25.).
Nach einem Ballverlust von Dominic Peitz im Mittelfeld startet der FC St. Pauli einen schnellen Konter, bevor Kevin Pannewitz im letzten Moment vor Deniz Naki klärt (26.). Eine Minute später flankt Max Kruse von links in den Strafraum, wo Fabian Boll den Ball direkt nimmt, aber das Tor verfehlt. Auf der Gegenseite geht ein 35-Meter-Freistoß von Marek Mintal nur wenige Zentimeter über die Latte (37.) und für den FC St. Pauli wiederum ist es Fin Bartels, der nach einem Solo über rechts in den Strafraum eindringt. Aber Jörg Hahnel pflückt ihm das Leder von den Füßen (40.). Die letzte Aktion vor der Pause schließlich ist ein Blum-Freistoß, den Torhüter Tschauner nur nach vorne fausten kann. Aus 25 Metern setzt Manfred Starke direkt zum Nachschuss an, der Ball allerdings streicht knapp über die Latte (45.).

Kurz vor der Pause hat der Karlsruher SC zudem die 1:0 Führung gegen den SC Paderborn 07 erzielt und so sind es zwischenzeitlich wieder vier Punkte Rückstand auf den Mitkonkurrenten, als die Hanseaten in unveränderter Formation den Rasen zur zweiten Halbzeit betreten. Und nur vier Minuten später steht es bereits 2:0 für den FC St. Pauli. Deniz Naki spielt den Ball in den Lauf von Marius Ebbers, der allein auf Jörg Hahnel zuläuft und den Hansa-Keeper mit einem Beinschuss überwindet. Es dauert ein paar Minuten, bis sich die Hanseaten von diesem Schock erholt haben und sich die erste Großchance der zweiten Hälfte herausspielen. Nach schönen Zusammenspiel mit Marek Mintal trifft Mannschaftskapitän Sebastian Pelzer jedoch nur das linke Außennetz (57.).
Nach knapp einer Stunde kommt mit Freddy Borg ein frischer Stürmer ins Spiel, während Tom Weilandt für den ausgeschiedenen Manfred Starke auf die rechte Seite wechselt und die nächste Hansa-Chance hat. Seinen Flachschuss aus halbrechter Position bereitet Torhüter Tschauner aber keine großen Probleme. Und nach 68 Minuten opfert Trainer Wolfgang Wolf mit Kevin Pannewitz einen Abwehrspieler zugunsten eines weiteren Stürmers. Tino Semmer hat vier Minuten nach seiner Einwechskung auch gleich die erste Gelegenheit, doch sein Schuss aus der Luft geht über das Hamburger Tor (72.).

Eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie hat dann der FC St. Pauli zwei gute Gelegenheiten, vorzeitig alles klar zu machen. Nach Querpass von Fin Bartels kommt Marius Ebbers frei zum Schuss, doch Jörg Hahnel kann parieren. Und kurz darauf vereitelt der Hansa-Keeper mit einer Fußabwehr erneut den Hattrick des Hamburger Stürmers (76.). Doch drei Minuten später fällt dann das dritte Tor für die Hausherren. Diesmal tritt Marius Ebbers als Vorlagengeber in Aktion und Fin Bartels trifft aus Nahdistanz zur Vorentscheidung. Eine noch höhere Niederlage verhindert Jörg Hahnel, als er einen Bruns-Freistoß über die Latte lenkt (83.).

Torfolge: 1:0 Ebbers (12.), 2:0 Ebbers (49.), 3:0 Bartels (79.)

F.C. Hansa: Hahnel – Janecka, Holst, Pannewitz (68. Semmer), Pelzer – R.Müller, Peitz – Starke (58. Borg), Mintal, Blum (77. Jänicke) – Weilandt

 

 

 

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